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Peak-Days – „Behind the scenes“

Ein Exklusivinterview mit Regisseur Marco Moosbrugger
Fotos: © 2011 Konrad Wolff (n100-photography.de), Kurt Hechenberger / www.juergenreis.com, Archiv Jürgen Reis, Redaktion: Eva Pinkelnig

Charles Poliquin
„Wir sind geborene Kletterer – es ist eine natürliche Bewegung. Klimmzüge sind wesentlich anspruchsvoller und effektiver für den Kraftaufbau als Zugübungen mit fixiertem Körper an Maschinen. SWAT-Teams werden nicht umsonst auf deren Klimmzug- und Kletterfähigkeiten geprüft. Niemand interessiert es, was diese Kämpfer an einer Lat-Pulldownmaschine leisten. Das Gleiche sollte für Athleten gelten. Klimmzüge & Co. sind Topübungen. Speziell an der Internetfront und im »modernen Training« wird vieles verkompliziert. Workouts dieser Art sind für Athleten meist wertlos. Kletterer sind meiner Meinung nach die stärksten Athleten in Bezug auf Kraft pro Kilogramm Körpergewicht. Warum? Weil Klettern einfach eine extrem anspruchsvolle Leistung ist.“

Marco Moosbrugger
So liest sich die Laufschrift-Einblendung im Rahmen einer „Special-Szene“ in Jürgens brandneuem Mega-Movie „Peak-Days“. Von wem dieses Zitat stammt? Kein Geringerer als der wohl weltweit erfolgreichste x-fache „Olympia-Sieger-Macher“ Charles Poliquin (auch nachzuhören auf Power-Quest.cc GOLD Podcast 177 ab Minute 30) sprachs. Dass er recht hatte, beweist nun nicht nur Jürgen Reis in 108 Minuten „Kletterfilm der anderen Art“. Denn „Beweismaterial“ mit Starbeteiligung, sogar mit einem der stärksten Campus-Board-Powerclimbern Deutschlands UND einem weiteren Macher, nämlich Peak-Days-Macher Marco Moosbrugger gibt’s en Masse via exklusiver Filmaufnahmen. Und Letztgenannter willigte mir, in diesem Newsbericht, zu einem Exklusivinterview ein. Und zwar unmittelbar nach dem finalen „frei zur Produktion“ für seinen ersten großen Film!

Finish! Hieß es am Donnerstag, dem 12. Januar 2012 im Power-Quest.cc Studio vor „Schnapp-Schussfotograf“ Jürgen, mit anschließendem Mega-Handshake. Dieses Foto geht nun wohl berechtigt mit in die „Das Peak-Prinzip ... und was daraus entstand Geschichte“ ein!

Eva Pinkelnig: Marco Moosbrugger, du bist der „Macher“ bzw. Ideenfinder, Regisseur, Projektleiter und der Mann hinter den Schnittcomputern für Jürgens neuen Film Peak-Days. Gib unseren Lesern bitte zuerst einen Blick auf deine persönliche Situation.

„Nach, auf den Tag genau, sieben Monaten Arbeit steht fest: Peak-Days war der Meilenstein schlechthin in meiner Praxiserfahrung und zeigte mir, wie spannend Arbeit sein kann!“ so Marco Moosbrugger, Regisseur und Projektleiter

Marco Moosbrugger: Eva, momentan bin ich 19 Jahre alt, habe vor wenigen Tagen das Abendabitur bestanden – die Berufsreifeprüfung und somit auch eine Studienberechtigung erlangt. Was den Film angeht ... da sage ich nach Abschluss des Projekts nur: Die DVD war der Meilenstein schlechthin in meiner bisherigen Praxiserfahrung und zeigte mir, wie spannend Arbeit sein kann.

Marco Moosbrugger
Eva Pinkelnig: Wie lange hat euch beide das Projekt denn nun beschäftigt? Und warum die fast zwei Monate Verzögerung, was die Auslieferung angeht?
Marco Moosbrugger: 28. Juni 2011 war bekanntlich der erste Drehtag, wie es Jürgen selbst auch in einem früheren Newsbericht bereits sagte. Auch, dass es insgesamt auf den Tag genau sieben Monate Arbeit war und zu den Gründen der Verzögerung stand im letzten Newsbericht schon einiges, Eva, Kurz zusammengefasst: Wir nutzten einfach jeden Spätherbst- und „Rekordwintertag“, der sich uns anbot, um noch zusätzliches, wertvolles Rohmaterial abzufilmen oder eben auch, um den Szenen am Schnitt-PC wirklich den allerletzten Schliff an Perfektionismus mit zu geben. Insgesamt waren es die Details, welche einerseits zwar unheimlich Zeit in Anspruch nahmen, andererseits nun aber garantiert auch die Wirkung auf den sportbegeisterten Zuseher erzielen, welche wir uns wünschten. Wie viele meiner eigenen, aber auch Jürgens persönlicher Manntage in Peak-Days stecken, lässt sich schwer abschätzen. Wir arbeiteten beide einfach nach dem Motto „until we succeed“, zählten also weder Stunden noch Tage. Ich würde für das Gesamtprojekt angemessen entlohnt werden, das war die Vereinbarung, an die sich Jürgen natürlich auch hielt. Doch allein die letztlich „nur 3 Filmminuten“ einzelner Szenen, wie beispielsweise die Verfilmung Jürgens früher Jahre oder die „Retro-Verfilmung“ seiner Wettkampfanfänge beschäftigten uns teilweise Wochen. Schon allein das Finden und Abfilmen der „Jungen Doubles“, die Jürgen und seinen Trainingspartner, trainierend mit 14 Jahren nachspielten oder auch das recht abenteuerliche digitialisieren und natürlich nachträglich optimieren von 12 Jahre alten VHS-Bändern mit Wettkampfaufnahmen ... Eva, du kannst dir vorstellen, dass es nicht nur die eine oder andere technische Hürde zu überspringen galt!

Eva Pinkelnig: Klingt in der Tat sehr anspruchsvoll. Und du wirfst mir mit deinen Aussagen aufs Thema „Film-High-End-Know-How“ direkt den Ball zur nächsten Frage zu Marco! Also konkret zu dir Marco. Du bist doch eigentlich kein erfahrener Filmexperte, sondern wie du erwähntest genau genommen noch Schüler, bzw. Student mit Teilzeitbeschäftigung und Peak-Days war dein erster, großer Film. Ist das richtig?
„Durch die HTL-Ausbildung war das theoretische Wissen da. Mein Umfeld und Jürgens Team, sorgte für den nötigen Support und ich sagte zu ...“
Marco Moosbrugger, Regisseur und Projektleiter

Marco Moosbrugger: Das ist korrekt Eva. Wobei ich gleich einwerfen möchte, dass meine geringfügige Beschäftigung nur 30 Stunden pro Monat beansprucht und auch mein theoretischer Background, durch die Schulausbildung gegeben ist. Die Ressourcen waren also „theoretisch“ da. Doch ein Film ... klar: Eine riesengroße Herausforderung. Zwar wollte ich für Jürgen einige YouTube-Movies klar machen, da mich das Feld schon immer reizte und ich auch schon einige kleinere Projekte realisiert hatte. Mit seinem Vorschlag, die Gesamtprojektleitung für Peak-Days zu übernehmen, den er mir, bereits kurz nach der teaminternen Erstbesprechung im Juni 2011, bei einer gemeinsamen Trainingslagerfahrt unterbreitete, flog ich somit natürlich, bereits bei den ersten Gedanken daran, fürs erste weit aus meiner Komfortzone. Ich bat Jürgen fürs erste um Bedenkzeit und nutzte diese. Ich beriet mich vor allem mit einem meiner engsten Freunde, Alexander Präg. Er hatte, u.a. für die Landeshauptstadt Bregenz Profifilmprojekte, samt anspruchsvoller Helikoperaufnahmen, High-End-Schnitten und allem Drum und Dran realisiert. Als Alexander sich als Support-Mann anbot und zugleich auch aus Jürgens „Ex-IT-Profi“ Umfeld weitere Spezialisten, wie Intermedia-Experte Mag. Sebastian Nagel, für das für mich notwendige Maß an „Rückendeckung“ sorgten, willigte ich ein. Dazu kam die Unterstützung aus der eignen Familie. Dass ich da kritische, aber auch ideenreiche Leute, quasi 24 Stunden pro Tag um mich haben kann, war mir klar. Doch vor allem mein Vater ermutigte mich zu diesem anspruchsvollen Ziel, einen eigenen Film zu produzieren. Mein Daddy ist übrigens ein absolut Kraftsportbegeisterter „Hantelfreak“. Das Bankdrücken ist neben dem Sportklettern als Ausgleichssport seine Leidenschaft und wie Jürgen bereiste er sogar schon Venice Beach & Co. um noch mehr Inspiration für das „heilige Eisen“ zu tanken. Mein älterer Bruder war einer der erfolgreichsten Wettkampfkletterer und ist momentan auf einem Kraft- und Kampfsporttrip ... Beide sind absolut enthusiastische Sportfilm-Experten. So kannst du dir leicht vorstellen wie meine Arbeitstage oft endeten Eva ...

Marco Moosbrugger
Eva Pinkelnig: ... lass mich raten: Mit einer „Ich-zeig-euch-was DVD“ im Family-TV und unter den kritischen Argusaugenblicken deiner Familienmitglieder ...
„Nur 30 Stunden pro Monat an »geblockter Zeit« für meinen Teilzeitjob und »Kopf frei« dank perfektem Umfeld, ermöglichten mir, über all die Monate, den vollen Fokus auf das Filmprojekt.“
Marco Moosbrugger, Regisseur und Projektleiter

Marco Moosbrugger: Richtig Eva. Und nicht zu vergessen meine Mam. Es war eine riesen Erleichterung den Kopf völlig frei und auf das Projekt fokussiert haben zu können. Ich wohne noch im Elternhaus und musste mich somit meist nicht einmal um die Verpflegung kümmern. Selbiges galt natürlich fürs Arbeiten mit Jürgen im Power-Quest.cc Hauptquartier. Oft trainierten wir Vormittags sogar gemeinsam und fighteten dann einfach, mit einem Peak-Days Chococino (Anm. d. Red.: Rezept unter diesem Direktlink) ein, zwei Milk Bar Proteinriegel oder Bio-Dinkelcroissants und Red Bull Sugarfrees durch den Tag. Ganz zu schweigen von der Top-IT-Infrastruktur. Auch hier hat Jürgen ja dank Power-Quest.cc „Servermonster“ & Co. bzw. einigen „Hinterlassenschaften“ seiner IT-Zeit alles, was sich das Technikerherz zu erträumen vermag. Egal ob ich einen zweiten Monitor wollte, oder ein anspruchsvolles Rendering meinen eigenen PC wohl für mehrere Stunden beschäftigt hätte. Oft genügte eine Anfrage und Jürgen arrangierte alles binnen Minuten. Doch wie gesagt: An den meisten Tagen nach dem gemeinsamen Training, so dass weder ich noch Jürgen riskierten, auszubrennen oder die Welt vor lauter Filmbildern nicht mehr zu sehen. Es war zwar fokussiertes, effizientes Arbeiten, andererseits auch intensives, umfangreiches und ebenfalls Spaß machendes Klettertraining, dass jeden einzelnen dieser „Kletter-Arbeitstage“ bzw. auch nun, retrospektiv betrachtet, die ganze Projektarbeitsweise zu etwas ganz besonderen machten.

Eva Pinkelnig: Wieder ein toller Ballwurf zur nächsten Frage Marco. Jürgen ließ also, auch durch das mehr an Arbeit, speziell in der Endphase des Projekts, das Training, bzw. seinen T.E.S.W.-Life-Style nicht schleifen?

Marco Moosbrugger: Du kennst Jürgen. Trotz der Mehrarbeit cancelte er, selbst in den letzten Wochen kein einziges Workout, geschweige denn einen Trainingstag. Das einzige, das wohl aufgrund der Überstunden warten musste, war sein Buchprojekt Peak-Time 2, welches er kurzerhand auf 2013 verlegte. Jedoch selbst seine regenerativen Walks, nahm er nachmittags wahr, obwohl er diese oft indirekt mit der Arbeit am Film verknüpfte Eva. Meist verließ er gegen 15.00 Uhr das „Hauptquartier“ mit Mp3-Player und dem Peak-Days Soundtrack im Ohr. Irgendwann nach vier tauchte er dann wieder auf ... rief zuerst was von „Inspiration pur am Mount Peak-Prinzip, Marco“ wie er den Dornbirner Zanzenberg nennt, triumphierend ins Büro und dann ging’s los: „Bitte sofort zu dieser und dieser Szene. Da, da, da ... die Powermusik aus Track 12 muss rein und zu der Szene an Minute 94 kam mir noch eine tolle Idee in den Sinn ... lass uns mal Folgendes versuchen ...“

Eva Pinkelnig: Das klingt aber dennoch nach recht intuitivem, kreativem Arbeiten. Darf ich ein wenig kritisch Nachhaken? Stichwort „Der Chef packt mit“ an ... wie war das direkte Arbeiten mit Jürgen in dieser Hinsicht für dich?

„Der »Mount Peak-Prinzip« als zusätzlicher Inspirationslieferant, ein optimales Supportteam und ein »Nicht-Chef« der selbst mit anpackt ...“
„Peak-Days Macher“ Marco Moosbrugger

Jürgen Reis
Marco Moosbrugger: Und ob ... wobei ich Jürgen nicht als „Chef“ bezeichnen würde. Er verhielt sich jedenfalls nicht so wie ein Vorgesetzter – in keiner Minute. Er war vielmehr ein gleichberechtigter Partner, der auch einmal einen Vorschlag, wenn ich eine andere Idee hatte, sofort fallen ließ. Das motivierte mich natürlich auch von Anfang an ... ich meine, dass ich tatsächlich auch meine Ideen umsetzen durfte. Doch zu deiner Frage: Wie auch in der vorigen Antwort erwähnt: Ob Bildschirme organisieren oder Rendering-Tools bedienen. Jürgen und sein Team standen mir zur Seite. Ich konnte mich so voll auf meine Aufgabe fokussieren. Und in einer sehr extravaganten und aufwändigen Sonderszene im ersten Teil des Films, die wir schließlich, nach mehrfachen, recht komplexen Copyrightverhandlungen mit diversen US-Firmen in Peak-Days nutzen durften, ist er natürlich der „Boeing 737 Pilot in Command“! Peak-Country via Flugsimulator ... pure 3D-Action über den Wolken sag ich nur ... doch ... genug verraten ... Ich sage nur: Genießt es! Darüber hinaus agierte Jürgen mehr als einmal als mein „Feuerwehrmann“. Damit meine ich nicht nur sein Coachinghandy mit fast 2.500 Kontakten, darunter auch noch alle nur denkbaren Experten, welche er noch aus seiner IT-Zeit kannte, sondern besonders auch sein Nahumfeld. Eva, ich sage nur: Den Abspann des Films lesen und die Leser dieses Artikels wissen Bescheid: Oft waren es bis zu 10 mögliche, technische Supporter, die uns zur Auswahl standen, wenn Probleme auftauchten. Und Probleme, Rätsel, Workstations die „eigentlich“ genau das tun sollten, da wir „theoretisch“ alles richtig machten ... die gab’s von Anfang an. Und genau da punktete Jürgen immer wieder mit seinem eisernen ... „Es muss gehen!“ und ... neuen Lösungsideen. Selbst einer seiner regenerativen Walks wurde, als an einem Nachmittag einige unbequeme PC-Rätsel im Raum standen, kurzerhand mit einem IT-Fachmann arrangiert und eine Stunde später war Jürgen zurück. Nicht nur gut erholt, sondern mit seinem typischen Siegerlächeln im Gesicht und ... zehn Minuten später hatte der „Computer-Murphy“ Sendepause. Ein weiterer Aspekt des Films, den auch die Zuseher speziell auf „Jürgens Konto“ verbuchen dürfen, sind die Fotos, die in die Szenen eingearbeitet wurden. Seine Sportfoto-Dokumentations-Galerie der vergangenen, gut 20 Jahre (!), beinhaltet tausende von Bildern und Jürgen mit Team haben diese alle vorsorglich, auch für Buchprojekte & Co. mit entsprechenden Suchwörtern versehen. Ein Stichwort genügte und Jürgen suchte mir oft mehrere absolute Topbilder für eine einzige Sequenz oder einen Überblendungs-Übergang heraus, aus denen ich wählen durfte.

Eva Pinkelnig: Fotos? Natürlich weiß ich wovon du sprichst, aber für alle die den Film noch nicht gesehen haben, liest sich das nun vermutlich ein wenig statisch ... langweilig ... warum nicht Filmsequenzen?
„Jürgen als Meister seines Bildarchivs und der HDR-Software für die Spezialeffekte: Tausende Bilder aus 20 Jahren Athletenleben machen Peak-Days zum Sportfilm mit den besten »bewegten Fotos« im Film!“
„Peak-Days Macher“ Marco Moosbrugger

Marco Moosbrugger: Eva, ohne Übertreibung ... Ich denke Peak-Days ist weltweit der Sportfilm mit den besten Fotos! Was Jürgen mit einer speziellen HDR Software (HDR steht für High Dynamic Range Berechnungen) und anderen Profifototools, mit deren beeindruckenden Algorithmen aus den Bildern rausholte, war auch für mich erst unvorstellbar. Und dann schnappten wir uns diese Serien und machten „Kurzfilme“ daraus. Dies bedeutet konkret: Aus den Bildern, in Verbindung mit gezielten Überblendungstechniken, Spezialeffekten und „Kamerafahrten durch die Fotos“ via MAGIX (unserer Schnitt-Software) und natürlich den Filmsequenzen dazwischen entstanden einzigartige und auch mental, also unterbewusst genial motivierend wirkende Szenen. Ich selbst habe anfangs gezweifelt, wie beeindruckend „nur mehrere Sekunden lange Slideshows“ in einem Film sein können. Inzwischen musste ich meine Meinung dazu nicht nur revidieren sondern sogar ins Gegenteil drehen. „Nur“ mit filmen wären diese Effekte und Sequenzen absolut unmöglich gewesen. Ohne zu viel zu verraten: die Zuseher werden in Peak-Days teilweise in 20 Sekunden mit 10 Bildern „positiv überflutet“, die alle das Prädikat Fotowettbewerbs-Sieger-Fotos verdient hätten. Ich garantiere: Egal, wie viele Sportfilme ihr schon gesehen habt: Das gab’s noch nie. Auch für Jürgens Buchleser: Endlich die Farbaufnahmen der schwarz-weißen Buchbilder genießen zu dürfen ...

Eva Pinkelnig: Absolut richtig Marco ... allein die coolen Buchbilder... natürlich habe ich so manche Aufnahme in Peak-Days in Farbe wieder erkannt. Immerhin war ich bei zwei seiner Bücher (Anm. d. Red.: Power-Quest und Power-Quest 2) als Fachlektorin tätig. Doch was meinst du generell, nun nach Projektabschluss zu Jürgens Arbeitsweise? Ich spreche dabei speziell auf Jürgen sogenanntes freies FLOW-Working bzw. dem W. in seinem T.E.S.W. (Anm. d. Red.: Das Train-, Eat-, Sleep-, Work- Life-Style-Modell ist, insbesondere in Power-Quest 2, umfassend beschrieben) in seinen Büchern an. Wir erhielten dazu bereits mehrfach auch Rezensionen und Zuschriften von Selbstständigen, die sich dieses zu eigen machten. Ist da was dran, bzw. war die Sache auch für dich „ansteckend“?
Marco Moosbrugger: Dass Jürgen auch bei Rezensionen zu seinen Büchern, immer wieder von Selbstständigen zum Vorbild erkoren wird, bzw. dass sich auch aufgrund seines Lebens- und Arbeitsstils schon einige Leser von einer fixen Anstellung freiwillig befreiten, kann ich nun sehr gut nachvollziehen. Seine Art zu Arbeiten ist in einem normalen Unternehmen sicherlich nur in den seltensten Fällen praktizierbar. Ich möchte fast sagen: Wie er trainiert so arbeitet er. Ich meine absolut fokussiert, enthusiastisch und in einem ständigen Peak-FLOW. Ist dieser vorbei, macht er sofort eine Pause oder, wie in meiner vorigen Antwort erwähnt, einen Walk. Doch Jürgen bewältigt, in der Zeit die er dann auch 100%ig fokussiert und vor allem passioniert vor dem PC verbringt, vermutlich das Dreifache eines normalen Angestellten. Zwei PCs und sogar das „Studiomonster“ dabei voll auszulasten ... Jürgen schafft es Eva.
„Dass Jürgen von vielen Selbstständigen, aufgrund seiner effektiven und doch kreativen FLOW-Arbeitsweise zum Vorbild erkoren wird, kann ich gut nachvollziehen.“
Marco Moosbrugger, Regisseur und Projektleiter

Marco Moosbrugger
Auch seine aktive Art, zwischen Stehtisch und Sitzball die Arbeitsplätze zu wechseln, oder gar seine mobile Arbeitsweise mit Top-Endgeräten in den Satzpausen der B-Tage ... ich kann nur sagen: Auch für mich und meine zukünftige hauptberufliche Tätigkeit, welche vermutlich auch IT- und Computerlastig sein wird, absolut vorbildhaft. Selbst den Schritt in die Selbständigkeit, kann ich mir mittlerweile gut vorstellen. Jürgen coachte mich diesbezüglich schon in einigen Details. Fazit: Dass auch mancher Trainingslagergast hier primär an Jürgens Rest- und Workdays bzw. auch am „administrativen Samstag“ interessiert ist und Jürgen hierbei auch Gäste akzeptiert, ist für mich nun leicht erklärbar. Obwohl, und damit zurück zu den Arbeiten am Film ... einmal selbst die „obligatorische Samstag Vormittagsbesprechung“ mit Rosemarie, der administrativen Leiterin, aufgrund der Endphase der Schnittarbeiten verschoben wurde ...

Eva Pinkelnig: Was ...?! Das kam nicht einmal bei seinen Büchern vor. Der „administrative Samstag“ bzw. der Team Jour-Fixe ist ihm zurecht sehr wichtig ... das weiß ich!

Marco Moosbrugger: Ja, in solchen Momenten war mir klar, dass Jürgen zwar eine schwere Entscheidung zu treffen hatte. Doch ich war froh über die gewonnene Arbeitszeit. Doch er ist sicherlich alles andere als ein „Hardcore-Business-Man“ ... Auch die Kommentare aus dem Team in Bezug auf „Wann seid ihr endlich mit dem Film fertig ... die Kunden haben teils schon reklamiert und einer will sogar das Geld retour“, kommentierte er schlicht und ergreifend mit „Überweist das Geld zurück!“ ... und „Wir sind fertig, wenn wir fertig sind ... Qualität braucht nun einmal die Zeit, die sie braucht!“. Er hielt sich damit, auch quasi unter erschwerten Bedingungen, an eine Abmachung, die wir übrigens am Anfang des Projektes trafen. Das Abitur und auch mein eigenes Training war ihm wichtiger, als eine „Deadline“ die uns vermutlich beide, im wahrsten Sinne des Wortes, gekillt bzw. zumindest den Film zu einer „Husch-Pfusch-Partie“ gemacht hätte. Was lange währt, darf perfekt werden. Jürgen ist sicherlich ein absoluter Perfektionist. Genau wie du und auch ich Eva. Ich denke du stimmst mir zu, dass das für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit ihm wohl eine Grundvoraussetzung ist.
„Qualität benötigt Zeit ... viel Zeit ... Jürgen ist ein absoluter Perfektionist – genau wie ich.“
„Peak-Days Macher“ Marco Moosbrugger

Eva Pinkelnig: Absolut. Wenn er erst einmal in einem Projekt drin ist ... und das galt wohl in selben Maße für dich, gibt’s nur 100% oder ... kein oder :)!? Doch Marco, beim Stichwort „100% drin“ ... somit zur konkreten Arbeit am Set. Du warst, wie vorhin bereits angedeutet nicht nur hinter der Schnitt-Workstation aktiv, sondern auch an mehreren Filmtagen direkt als Trainingspartner an Jürgens Seite bzw. standest mit im Scheinwerferlicht. Wie wirkte sich dies auf das Projekt aus?

DVD Peak Days
Marco Moosbrugger: Genau genommen saß ich, besonders am Peak-Day 2, der am 7. Juli in der K1 Kletterhalle Dornbirn verfilmt wurde, mit im Sonnen- und nicht im Scheinwerferlicht Eva ;). Doch es ist mir klar, worauf du hinaus willst. Vor, während und auch nach den Dreharbeiten Trainingspartner sein zu können bzw. beim Filmen direkt dabei zu sein, machte mir auch die anschließende Schneide- und Koordinationsarbeit von vorn herein viel leichter. Dies galt insbesondere auch für die Sonder- bzw. Bonusszenen – es war oft ein wenig Glück mit im Spiel, da ich abiturbedingt an manchen Tagen einfach der Schule den Vorzug geben musste. Doch Fazit ist: Der einzige Filmtag, den ich nicht wahrnehmen konnte, war leider der erste Peak-Day, am 28. Juni 2011. Doch holte ich diesen, nur wenige Wochen später quasi „simuliert“ nach. So trainierte ich im Landessportzentrum Vorarlberg eine komplette Seilkletter- und Hangelsession mit Lukas Fäßler und Jürgen Reis mit und machte mir so auch vor Ort ein Bild. Und natürlich sind mir auch die Boulderprobleme, die Jürgen in der ersten „Halbzeit“ des Filmes klettert, nicht unbekannt.

Eva Pinkelnig: Doch, wie du in der Antwort zuvor angedeutet hast, wurde dann, wie wohl bei jedem Filmprojekt, nach Abschluss der Dreharbeiten, aus Spaß Ernst. Ich meine, da hieß es dann wohl einfach arbeiten und das Beste aus dem Gefilmten rausholen. War da eine Trainingspartnerschaft wirklich immer angenehm, oder gab es auch Schattenseiten, bzw. harte „Grenztage“.
„Die »Train & Work-Strategie« löste oft Probleme wie von Geisterhand ... im Rahmen der Aufwärmtour.“
„Peak-Days Macher“ Marco Moosbrugger

Marco Moosbrugger: Richtig: Wir gaben unser Bestes. Sowohl bei der Arbeit, als auch beim Training Eva. Dass kein Workout ausfiel, erwähnte ich bereits. Primär überwogen bei dieser „Train & Work“-Kombi ganz klar die Vorteile. Zum einen bekam der Körper und somit immer auch der Geist quasi fix verplante „Auszeiten“, in denen oft, in ungezwungener Kletteratmosphäre wieder neue, kreative Ideen zum Vorschein kamen. Nicht, dass der Fokus aufs Training darunter litt ... im Gegenteil! Oft lösten wir bereits kurz nach der Warmuptour oder den ersten Aufwärmbouldern eine brennende Frage in Bezug auf eine Filmsequenz und dann ging’s auch leistungsmäßig so richtig ab. Und der Hauptvorteil war natürlich auch der Zeitökonomische: Hätte ich die Zeit, welche ich mit Jürgen, somit auch über das Projekt sprechend, in den Satzpausen verbringen durfte, an Besprechungstischen verbringen müssen ... no go ... wir wären wohl auch 2013 noch nicht fertig geworden. Ganz abgesehen davon, dass es direkt an den Filmorten, also im Landessportzentrum Vorarlberg, in der K1 Kletterhalle Dornbirn oder dem Magic Fit viel leichter fiel, konkrete Ideen, Gedanken und die Kommunikation derselben untereinander zu finden. Doch hast du auch in einem Recht, Eva. Es gab, speziell um Weihnachten rum, wo ich zudem noch im Abi-Stress war, auch wirklich harte „Trainings-Arbeitstage“. Ich war somit Trainingspartner und „Leidensgenosse“ in einem. Denn speziell in diesen Tagen, lagen ungelöste „Filmrätsel“ im Raum ... Von „Welche Szene kommt noch in die und die Sequenz ...?“ über „Gäbe es nicht noch einen passerenderen Song aus dem Soundtrack für Szene so und so?“ bis hin zu „Ist das Copyright für die und die Sonderszene, welches aus den USA genehmigt werden muss, schon geklärt ...?“.
„Hartes Training vormittags – fokussiertes Arbeiten nachmittags ... purer FLOW den ganzen Tag über führte mehr als einmal zum Quäntchen mehr an Qualität!“
Marco Moosbrugger, Regisseur und Projektleiter

Jürgen Reis
Doch unsere Strategie war eigentlich immer: Jürgen ignorierte, genau wie ich, die herausfordernden und teils nervraubenden Stunden, die später, meist noch am selben Nachmittag auf uns warteten. Fokus, auch in Bezug auf Jürgens Wettkampfvorbereitung lautete bei den Einheiten das Gebot der Stunde. So wurde oft, mit einem Gesprächsthemenwechsel oder auch einfach mal stillschweigend weiter trainiert. So was schweißt über die Wochen und Monate sicher zusammen. Fazit ist: Wir schafften es, selbst wenn, wie er mir erzählte, an manchen Abenden auch Jürgen „zum noch über des Rätsels Lösung darüber schlafen“ nur mein Winston Churhill-Lieblingszitat „Never, never, never give up!“ neuen Mut machte.

Eva Pinkelnig: Und nach dem „darüber schlafen“ folgt ja immer ein neuer Morgen. Von Monaten und Wochen zu ... Der letzte Tag? Wie gestaltete sich der definitive Abgabetag, dieser wohl fast magische 12. Januar 2012 für dich?

Marco Moosbrugger: Naja Eva ... „eigentlich“ hatten wir uns am Vortag bereits gratuliert und Jürgen meinte, er schaut nur „sicherheitshalber noch einmal den fertigen Film an“ ... wie an wohl so gut wie jedem seiner Ruhetag seit Neujahr. Und es war noch ein leichtes Zögern in seinem Gesicht beim „finalen Handshake“. Ich war also nicht überrascht, als an besagtem 12. Januar, in aller Frühe, mein Handy in Aktion trat. Jürgen entschuldigte sich fast ... „es wäre ihm peinlich denn es ginge wirklich nur noch um einige Peanuts“ meinte er ... „doch dann wäre der Film absolut perfekt“. Er glaubt tatsächlich, meine Geduld mit dem Projekt damit überstrapaziert zu haben. Eine Stunde später war ich vor Ort. Jürgen hatte tatsächlich noch einige wertvolle Verbesserungsmöglichkeiten entdeckt und nach einer guten Stunde Schneidearbeit, war ein XXL-Handshake fällig. Wir waren fertig. Dass Jürgen sich für diesen „Zugabe-Vormittag“ mit solch „banalen Verbesserungen, die keinem aufgefallen wären“, wie er meinte mich mit einem Supplemente-Package für die ganze Family zusätzlich belohnte ... es wäre nicht notwendig gewesen. Mag gut sein, dass manch anderem, bereits Wochen zu vor, so schön langsam der Geduldsfaden gerissen wäre. Wie erwähnt: Jürgen ist nun einmal Perfektionist. Doch so bin ich eben auch. Fazit war: Ich war wahrlich heilfroh für sein Adlerauge in letzter Minute. Denn auch ich konnte hinterher nur noch sagen: Ein perfekter Master-Rohling darf die Reise zur Produktionsstätte in Wien antreten.

„Möglich, dass manch anderem der Geduldsfaden gerissen wäre – ich zog durch und am Ende war auch ich mir beim finalen Handschlag sicher: Der Film ist perfekt.“
Marco Moosbrugger, Regisseur und Projektleiter

Eva Pinkelnig: Es wäre also mit noch einem Monat oder gar zwei Monaten mehr Perfektions- bzw. Schneidearbeit auch nicht mehr an „Output“ bzw. Qualitätsfilm für die Zuseher drin gewesen?

Marco Moosbrugger: Klares Nein, Eva. Wir haben beide alles gegeben.

Eva Pinkelnig: Und wie geht’s weiter? Ist evtl. ein Peak-Days 2 oder eine Neuverfilmung, à la Hollywood geplant?
„Peak-Days ist unikat! Es sind verfilmte Sportszenen, die so mit Sicherheit nicht mehr wiederholt werden können. Eine Neuauflage oder Fortsetzung somit nur schwer vorstellbar. Bitte genießt diesen Film und wartet nicht auf »Neumaterial« – Jürgen fokussiert sich auf sein Wettkampf-Comeback, seine Coachees und schreibt weiter an seinem Buch und auch ich habe andere Pläne.“
„Peak-Days Macher“ Marco Moosbrugger

Marco Moosbrugger
Marco Moosbrugger: Peak-Days ist in meinen Augen absolut unikat. Jürgen hat quasi seine gesamte sportliche Lebensgeschichte und in deren Mittelpunkt natürlich die zwei Peak-Days verfilmt. In Bezug auf Fortsetzung: Noch ist nichts geplant. Jürgen meinte er will sich dieses Jahr auf sein eigenes Wettkampf-Comeback, seine Trainingslager und Coachings, sowie sein sechstes Buch Peak-Time 2 fokussieren, welches er 2013 veröffentlichen will. Mein Tipp: Erst einmal diese DVD genießen und ... Peak-Days à la Hollywood? In meinen Augen wäre es ein fragwürdiges Unterfangen. Wir haben aus dem „echte 2011er Peak-Days Sommer“ in meinen Augen das beste rausgeholt. Eva, es handelt sich um sportlich einmalige Szenen. Beispielsweise auch die Bonusszene in Kempten. Hautnaher und mit einem stärkeren Campusboard-Mann als Michael Gunsilius in Hochform eine solche Einheit zu verfilmen ... genau wie Jürgens eigene Leistungen an beiden Tagen. Vergiss nicht die persönlichen Rekorde in seinen Randdisziplinen, bzw. in der Turnhalle. Auch Lukas Fäßlers Seilkletterrekord ... SORRY ... ich will nicht mehr verraten und die Spannung für alle, die den Film noch nicht gesehen haben erhalten, doch ... speziell die allerletzte Szene Eva: Jürgen war in dieser Sequenz ja quasi ein realer Stuntman, wie alle Beteiligten in den restlichen 108 Minuten.

Eva Pinkelnig: Ich weiß natürlich, wovon du sprichst. Gab es Momente, welche du nun hinterher als „zu gefährlich“ einstufen würdest?

Marco Moosbrugger
Marco Moosbrugger: Eva, viele Szenen waren definitiv mit einem Restrisiko verbunden. Hochleistungssport bedeutet Grenzgang – ohne Netz und ohne doppelten Boden. Mit Peak-Days hatten wir auch das Ziel, dies zu zeigen, jedoch gleichzeitig auch so, dass es langfristig auf gesundem Weg möglich ist. Da Jürgen einen verletzungsgeprägten Winter hinter sich hatte, war für ihn natürlich auch Sicherheit oberstes Gebot. Doch alles lässt sich nun einmal nicht kontrollieren. Ich muss sagen, dass mir in jedem Fall bei „der“ Szene, die du meinst, bzw. den ebenfalls verfilmten, missglückten Versuche davor, zumindest einmal das Adrenalin gehörig durch die Adern schoss. Jürgen hatte vorher im Training zwar die Sache bravurös, mehrfach gemeistert, doch dieser allerletzte Filmtag, eben jener 30. November 2011, schien in dieser 100stel Sekunde unter gar keinem guten Stern zu stehen. Ich möchte behaupten: Es war grenzwertig unkontrolliert – auch wenn, wie bei den restlichen Dreharbeiten und dies gilt für alle Beteiligten – keinerlei Zwischenfälle, Unfälle oder gar Verletzungen auftraten. Fazit war also: Happy End auch „behind the scenes“ :)!
„Peak-Days ist verfilmter Hochleistungssport, ohne Netz und doppelten Boden. Manches war definitiv grenzwertig, zumindest unkontrollierbar ...“
Marco Moosbrugger, Regisseur und Projektleiter

Eva Pinkelnig: Also ist dies der Grund, warum du auch eine „Nachverfilmung“, mit High-End-Hollywoodmitteln, für wenig sinnvoll erachtest?

Marco Moosbrugger: Peak-Days könnte natürlich theoretisch mit absoluten Kino-Blockbuster-Mitteln und irrem Budget noch einmal nachverfilmt werden. Doch denke ich, dies würde zu Recht eine Menge Kritiker dazu veranlassen, die dadurch zerstörte Authenzität des Ganzen, zu bemäkeln. Und unter uns gesagt, Eva: Ich würde mich diesen Negativ-Rezensenten vermutlich sogar anschließen :)! Auch glaube ich nicht, dass technisch wesentlich mehr machbar gewesen wäre ... Schon allein was die Verwertung des, durch die angesprochenen, direkten sportlichen Rekordverfilmungen, absolut unikaten und zumeist übrigens ausgezeichneten, Rohmaterials anging. Last but not least: Auch Jürgens Ex-IT-Team der consolution.at bot mir, genau wie mein Umfeld, wie erwähnt Unterstützung auf höchsten Niveau. Auch seine O-Ton-Moderationen und die Musik ...

Eva Pinkelnig: Richtig ... der Soundtrack, bzw. die „Tonspur“ des Films bietet auch so allerlei, liege ich da richtig ...

Marco Moosbrugger: Jürgens Moderationen waren allein eine Arbeit, die sich über mehrere Wochen hinzog. Schließlich ging’s nun nicht mehr um Podcasting, welches Jürgen, nach über 300 moderierten Sendungen zweifelsohne intus hatte. Einen Film bzw. Szenen sekundengenau zu moderieren, das war auch für ihn einen neue Herausforderung, die er meisterte. Und dann die Musik ... Die war freilich noch eine Krönung für sich. Das Einmischen der Tracks war zwar anspruchsvoll, machte aber irre Spaß. Mark Protze hatte gemeinsam mit Jürgen wirklich einen Soundtrack der Extraklasse gezaubert, der alles bot, was ich mir als Regisseur nur erhoffen konnte. Fazit war: Als ich die Tonspur einmischte, was erst nach den Rohschnitten der Szenen, also nach mehreren Monaten Schneidearbeit Sinn machte, war es, als würden Bilder zum Leben erwachen. Übrigens lag die Perfektion auch Berufsmusiker Mark Protze im Blut: Alle WAV-Dateien, wurden in den letzten Wochen noch einmal durch abermals optimierte High End Versionen ausgetauscht. Fazit ist: Peak-Days ist viel zu schade für den normalen TV mit Standardlautsprechern. Mein Tipp: HiFi-Anlage oder, wie Jürgen, High End Kopfhörer an den DVD-Player anschließen und den Stereo-Sound in vollen Zügen genießen!

Jürgens Moderationen und der Soundtrack waren die Krönung ... die Tonspur ist Weltklasse!“
Marco Moosbrugger, Regisseur und Projektleiter

Eva Pinkelnig: Danke für den Tipp Marco. Und wie ich aus dem Soundtrack-Infos von Andy Winder entnehmen durfte: Die Musik eignet sich auch bestens direkt im Training. Womit ich den Bogen zu einer der letzten Fragen dieses Interviews spanne Marco. Wie ich gestern auch von Jürgen erfahren habe: Ihr wart gemeinsam in der K1 Kletterhalle Dornbirn ... zum Training. Oft brauchen selbst die erfolgreichsten Teams nach Projektabschluss erst einmal eine Pause und etwas Abstand voneinander. Doch ihr seid also nach wie vor Trainingspartner ... wenige Tage nach „Abgabe“ ging’s in die K1 ... „Peak-Days schweißte zusammen“, meintest du vorhin und das scheinst du wortwörtlich gemeint zu haben. Hat sich an eurer Workout-Partnerschaft, welche schließlich auch vor dem Projekt schon bestand, was geändert?

Marco Moosbrugger: Als die DVD abgegeben war ... Eva das erste Workout war wirklich lustig. Wie du weißt, ist Jürgen sicherlich kein Komiker. Doch so viel gelacht, wie an diesem Vormittag habe ich selten. Zugegeben das war ein lockeres Workout und wir hatten es uns verdient. Der ganze Druck und teilweise auch Stress der vergangenen sieben Monate war wie weggeblasen. Jürgen fragte mich immer wieder, worüber wir denn jetzt sprechen sollten, wenn nicht mehr über Peak-Days und ... naja du kannst es dir denken Eva ... es mangelte nicht an Gesprächsthemen. Doch inzwischen ist nach dem Film quasi vor dem Film. Außer, dass wir uns beide, natürlich aus verschiedensten Perspektiven, ich meine natürlich speziell die beruflich/professionellen, viel besser kennen gelernt haben ... ich wusste schon vorher, dass ich auf Jürgen bauen kann und er ein verlässlicher und professioneller Trainingspartner ist. Ich denke, das beruhte auf Gegenseitigkeit. Nur ist es jetzt eben wie „doppelt und dreifach abgesegnet“ und je nach dem, was beruflich für mich nun ansteht, hoffe ich doch, dass auch ich weiterhin die Zeit und die Freiheit habe, auch während der Woche unsere gemeinsamen K1- oder Magic Fit Workouts wahrzunehmen.
„Der Druck war weg. Ein Happy End in allen Belangen, denn nach dem Film ist vor dem Film. Die Trainingspartnerschaft bzw. auch die Freundschaft hat durch das Projekt keine »Kratzer« abgekriegt.“
Marco Moosbrugger, Peak-Days Regisseur und Projektleiter

Eva Pinkelnig: Und wieder einmal eine tolle Überleitung Marco. Deine Zukunft. Also, was steht an? Peak-Days 2, (film)technisches Studium, Karriere in Hollywood ... ich meine, auch aufgrund der grandiosen Rückmeldungen zu deinem Erstlingswerk (Anm. d. Red.: Dazu bitte Peak-Days Testimonial-Newsbericht auf www.juergenreis.com beachten) ... wenn das nicht motiviert ...!?

Marco Moosbrugger
Marco Moosbrugger: Eva, zunächst genieße ich ein wenig Urlaub und weiterhin unbeschwerte „Off-Business-Klettertage mit Jürgen“, dessen unmittelbare Wettkampfvorbereitung soeben startete. Mehrere Angebote aus der Privatwirtschaft stehen mir zur Auswahl. Auch ein FH-Studienlehrgang, für den nur ein Bruchteil der Bewerber zugelassen wird und für den ich mich beworben habe wäre eine Option ab Herbst. Das Film-Business? Nicht direkt ... auch wenn in diesem Bereich bereits, durch Jürgen, einige Interessenten, speziell aus Übersee, Interesse bekundet haben ... fürs Erste sage ich: Ein paar private Filme so zum Spaß schneiden ... Okay! Aber ansonsten ... schöpferische Pause, Regie-Auszeit ... oder schlicht und ergreifend FUN FUN FUN und ein wenig stolz auf das Geschaffene sein ... nämlich Peak-Days. Die DVD ist da, das Abitur bestanden, die Freundschaft mit Jürgen ebenfalls, wie erwähnt, nicht durch das Projekt beeinträchtigt ... momentan bin ich einfach zufrieden!

„Die DVD ist da, das Abitur bestanden ... ich trainiere momentan wieder unbeschwert und ... bin zufrieden und doch auch ein wenig stolz! FUN FUN FUN!“
Marco Moosbrugger, Regisseur und Projektleiter

Eva Pinkelnig: Du darfst zu Recht stolz sein Marco! Doch erlaube mir eine sensible Abschlussfrage: Im letzten Newsbericht hieß es mehr als die doppelte Länge zum selben Preis: Aus geplanten 45 Spielminuten wurden 108! Darf ich fragen, ob sich das Projekt kaufmännisch gelohnt hat?

Marco Moosbrugger: Eva, ich denke hierzu solltest du Jürgen kontaktieren. Dass das Projekt, wir waren im August tatsächlich von 45 Minuten ausgegangen, über doppelt so lang und somit auch wesentlich teurer in der Entstehung wurde, ist Fakt. Doch wie vorhin erwähnt, ich wurde angemessen entlohnt, bin also nicht etwa am Verkaufserlös beteiligt. Sehr wohl jedoch Jürgens Podcast, wie er mir kürzlich mitteilte. Ganze fünf Euro pro verkaufter DVD fließen in das Projekt Power-Quest.cc ein. Selbiges gilt auch für den Soundtrack. Hier sind zwei Euro fix für Power-Quest.cc „reserviert“. Ich denke die 19,90 Euro inkl. Versand nach D, A, CH, FL und Signatur via Jürgen sind, so gesehen, ein Dumpingpreis. Das „Abwarten“, mancher „Filmfans“ die darauf spekulieren, den Film in wenigen Wochen in einer der „üblichen“ Tauschbörsen wieder zu finden, möchte ich an dieser Stelle übrigens nicht nur aus moralischen Gründen hinterfragen. Die DVDs wurden, mit Hilfe von Jürgens IT-Team und auch dem Produktionsunternehmen einzeln mit digitalen Signaturen versehen. Eine solche Copyrightverletzung könnte also ... ach lassen wir das Eva ... kauft bitte den Film um diesen Freundschaftspreis und tragt so einfach dazu bei, dass auch ... egal was Jürgen als nächstes vorschwebt ... weiter für „Spirit aus Peak-Country“ gesorgt ist!
„Fünf Spendeneuro für Power-Quest.cc ... Bitte seid sportlich fair und ... raubkopieren wäre nicht nur unmoralisch sondern auch sinnlos.“
Marco Moosbrugger, Regisseur und Projektleiter

Eva Pinkelnig: Tolles Schlusswort Marco. Mir bleibt nur noch, dir von Herzen zu gratulieren und dir, für deine erfolgreiche Zukunft, alles Gute zu wünschen. Danke für deine wertvolle Zeit!

Marco Moosbrugger: Danke für die Einladung Eva, es war mir wie immer eine Freude!

Anm. d. Red.: Wie bei allen Berichten zu Peak-Days gibt’s auch bei diesem Artikel wieder den offiziellen Trailer zur DVD direkt ... HIER! Ein Klick auf die „Play-Schaltfäche“ genügt!



Unser Redaktionstipp: Kürzlich veröffentlichte Berichte von und mit Jürgen Reis gibt’s unter folgenden Direktlinks:

Die Body Attack Athleten-Homepage inkl. der Trainingspläne des „Mr. 2,72% Körperfettanteils“ und Sportkletter-Profis findet ihr unter diesem Direktlink. Zu Jürgen Reis’ eigenem Body Attack Shop gelangt Ihr unter http://power-shop.body-attack.eu

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Peak-Days, die neueste, auch in diesem Bericht via Jürgen Reis erwähnte DVD-Veröffentlichung des starken Leichtgewichts gibt’s um 19,90 EUR ausschließlich bei www.peak-prinzip.com. Und zwar von Jürgen Reis handsigniert und versandkostenfrei im gesamten EU-Raum!


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